Aktuelles | 01.2026
PV-Zubau auf Vorjahresniveau, PV überholt Braunkohle und Erdgas bei Stromerzeugung
Im Jahr 2025 wurden in Deutschland gemäß einer vorläufigen Bilanz und Hochrechnung des BSW-Solar auf der Basis von BNetzA-Daten rund 17,5 Gigawattpeak (GWp) PV-Leistung neu in Betrieb genommen. Die neu installierte PV-Leistung lag damit in etwa auf Vorjahresniveau. Zwischen den einzelnen Marktsegmenten zeigten sich 2025 jedoch deutliche Entwicklungsunterschiede: Während der PV-Zubau im Heimsegment (PV-Gebäudeanlagen ? 30 kWp) um rd. 25 Prozent einbrach, stieg die neu installierte PV-Leistung von Freiflächenanlagen und registrierten Steckersolargeräten um jeweils rd. 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Gewerbedachsegment (PV-Gebäudeanlagen > 30 kWp) betrug der Rückgang rd. fünf Prozent. In seiner Pressemitteilung zum Jahresrückblick vom 5. Januar, die eine hohe mediale Resonanz erzielte, appellierte der BSW-Solar vor diesem Hintergrund an die Bundesregierung, weitere Marktbarrieren abzubauen und die Förderkulisse für Solaranlagen keinesfalls weiter zu verschlechtern.
Die rd. 17,5 GWp im Jahr 2025 in Deutschland neu in Betrieb genommene PV-Leistung (vorläufige Prognose inklusive Schätzung von erwarteten Nachmeldungen)* verteilt sich wie folgt auf die Marktsegmente:
- Heimsegment (PV-Gebäudeanlagen ? 30 kWp): rd. 5,2 GWp
- Gewerbedachsegment (PV-Gebäudeanlagen > 30 kWp): rd. 3,7 GWp
- PV-Freiflächenanlagen (inkl. sonstigen Anlagen): rd. 8,1 GWp
- Steckerfertige Erzeugungsanlagen: rd. 0,5 GWp
Damit beträgt die insgesamt in Deutschland installierte PV-Leistung Ende des Jahres 2025 rd. 118 GWp. Die mit der installierten PV-Leistung erzeugte Strommenge erreichte laut Fraunhofer ISE Energy-Charts im Jahr 2025 ein neues Rekordhoch: Mit rund 87 Terawattstunden (2024: 72 TWh) stieg der PV-Anteil an der gesamten Nettostromerzeugung auf rund 18 Prozent an. Die Photovoltaik überholte damit im vergangenen Jahr erstmals die Braunkohle (rd. 14 Prozent) und das Erdgas (rd. 16 Prozent). Nach der Windenergie (rd. 27 Prozent) zählt Solarenergie damit erstmalig zu den zwei wichtigsten Stromerzeugungsquellen in Deutschland.
Der PV-Zubau im Monat November 2025 (siehe verlinkte Kurzübersicht) liegt mit derzeit rd. 1,79 GWp deutlich über dem Vorjahresmonat zum vergleichbaren Registrierungszeitpunkt, was auf den sehr starken Zubau im Bereich Freiflächenanlagen zurückzuführen ist, der wiederum im Dezember 2025 voraussichtlich deutlich unter dem Vorjahresmonat liegt. Die gewohnte vierteljährliche Detailauswertung des PV-Zubaus erscheint exklusiv für BSW-Mitgliedsunternehmen wieder Ende Januar, wenn die offizielle Frist für Registrierungen von PV-Anlagen für Dezember 2025 endet. Eine Konkretisierung der PV-Jahresbilanz 2025 erfolgt in einem der kommenden BSW-Newsletter.
* Hinweis: Die Hochrechnung/Prognose des BSW-Solar für den PV-Zubau 2025 enthält wie oben beschrieben Schätzungen von zu erwarteten Nachmeldungen, d. h. den erfahrungsgemäß auf Basis des Musters in Vorjahren noch zu einem späteren Zeitpunkt für das Jahr 2025 registrierten PV-Anlagen. Aus diesem Grund kann es u. a. zu einer Abweichung mit den von der Bundesnetzagentur oder Destatis veröffentlichten Werten kommen. Beispielsweise veröffentlichte die Bundesnetzagentur am Anfang des Jahres 2025 den Wert von 16,2 GWp Photovoltaik-Zubau für 2024, während dieser Wert für das Jahr 2024 laut Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur mittlerweile auf rd. 17,5 GWp gestiegen ist. Nachmeldungen von Photovoltaik-Anlagen sind noch vereinzelt weiterhin für das Jahr 2024 und verstärkt für das Jahr 2025 zu erwarten.







